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Tour im Südosten der Insel

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Wer im Südosten Mallorcas Urlaub macht, darf sich auf interessante Abwechslungen freuen. So kann man zum Beispiel nicht nur toll an den schön erhaltenen Naturstränden der Cala Mondrago baden, sondern dort auch gleich die Gelegenheit nutzen, den unter Naturschutz stehenden Wald zu durchstreifen. Auch angrenzend zu beiden Seiten der Cala Mondrago gibt es noch weitere einladende Buchten wie zum Beispiel die Cala d'Or oder die kleineren Strände südöstlich von Santanyi.

Karte

Gleichzeitig bieten solche Orte wie Porto Colom, Porto Petro oder vor allem Cala Figuera einen kleinen Eindruck in die traditionelle Fischerei. Gerade solch ein kleines Örtchen wie Cala Figuera versetzt einen fast um ein paar Jahrzehnte zurück, und die Atmosphäre, die man dort erlebt, findet man auf Mallorca nicht so schnell wieder. Diese Hafenorte warten mit kleinen aber urigen Restaurants und Cafes auf, sodass man auch mal abends unterwegs sein kann, ohne dass es einem langweilig werden muss, oder dass man gleich vom Partyrummel überrannt wird.

Einige Kilometer nördlich von Santanyi beginnt ein kleinerer Höhenzug, das Ostgebirge, oder auch die Serra de Llevant genannt, die sich parallel zur Ostküste bis in den Norden weit hinter Arta erstreckt. Hier bewegt man sich durchschnittlich auf etwa 400 Höhenmetern und kann vom Kloster von Sant Salvador bei Felanitx sogar von 509 Metern die Aussicht genießen. Überhaupt sind die dort gelegene Ermita de Sant Salvador, das Castell de Santueri und auch das Oratori de la Consolacio bei S'Alqueria Blanca ideale Orte, um ein wenig meditative Ruhe nicht nur in kirchlicher Umgebung zu genießen, sondern auch das wundervolle Panorama zu bestaunen, das man von hier aus auf die Ostküste hat.

Weiter Blick auf die Ostküste von den Anhöhen bei Felanitx: Hier auf Porto Colom

Um tatsächlich alle Stationen unserer Südosttour ohne Hektik genießen zu können, braucht man in jedem Fall einen ganzen Tag. Die Entfernungen zwischen den einzelnen Stationen sind mit dem Auto schnell zurückgelegt, da man überall bequem hinkommt; Wir beginnen unsere Tour in dem kleinen Örtchen Cala Figuera, durchstreifen die Wälder der Cala Mondrago und machen einen kurzen Stop zum Baden an den Stränden der Cala Mondrago. Das Örtchen Porto Petro ist zwar klein, dafür hatten wir aber während unseres Urlaubs dort im Hotel zwei wirklich tolle Wochen an einer kleinen idyllischen Bucht genossen. Die weiteren Stationen unserer Südosttour führen uns zu drei wundervollen Aussichtspunkten: Dem Oratori de la Consolacio, einer kleinen Kapelle bei S'Alqueria Blanca, und die in der Nähe von Felanitx gelegenen Höhepunkte mit dem Castell de Santueri und der Ermita de Sant Salvador. Den Abschluss der Tour bildet das Hafenstädtchen Porto Colom, in dem man sowohl baden als auch gemütlich was essen kann.

Cala Figuera: Fischerort wie aus einer anderen Zeit

Im Zentrum von Cala Figuera parkten wir zunächst unser Auto neben einigen Touristenbussen, weil wir von hier nur zu Fuß die schmale Gasse entlang der Bucht weiter gehen durften. Die vielen kleinen Cafes und Restaurants laden zum Verweilen ein, und so beobachteten wir hier die anderen Gäste, wie sie frischen Fisch und die verschiedenen Sorten Paella genossen. Cala Figuera scheint eher ein Ort für Individualisten zu sein, die mehr fürs Ursprüngliche sind. Hier gibt es keine Strände und der Anblick von künstlich hochgezogenen Hotelkomplexen fehlt gänzlich.

Cala Figuera Cala Figuera Cala Figuera

Dafür erfreuten wir uns umso mehr am Panorama der uns gegenüberliegenden steil emporragenden Küste, deren Felsen derart vom Sonnenlicht geflutet wurden, dass die dort stehenden Bäume in einem leuchtend grünen Farbenspiel strahlten; Auch der Ausblick zum gegenüberliegenden Leuchtturm weckte unsere sportlichen Ambitionen, dorthin zu gelangen. Doch wie? Eigentlich bräuchte man ja nur dem Weg um die Bucht zu folgen, und dann müsste man ja bald an diesem kleinen, von hier aus gesehen einsamen aber verheißungsvollen Fleckchen ankommen.

So machten wir uns also auf, die Bucht zu umrunden. Wir folgten einem schmalen Weg direkt am Wasser entlang, der teilweise etwas holprig zu laufen war, aber trotzdem gut geschützt angelegt zu sein schien. Der hintere Teil der Bucht wird immer schmaler und gabelt sich in zwei Arme. Hier sind die Häuser und Bootsgaragen teilweise direkt in die steilen Felsen gebaut und münden direkt ins Wasser. So wirken denn auch die vielen kleinen Boote wie nebeneinander geparkte Autos. Die Ursprünglichkeit und die Atmosphäre dieses Hafens sucht auf Mallorca in der Tat ihresgleichen vergeblich.

Unmittelbar entlang der Bucht führt ein schmaler Weg bis zur anderen Seite der Bucht Auf dem schmalen Weg entlang der Bucht passiert man immer wieder traditionelle Bootsgaragen

So mussten wir vor lauter Staunen vor den Bootsgaragen immer wieder aufpassen, nicht aus dem Gleichgewicht zu geraten, sonst wären wir mit den Füßen ganz schnell im Wasser gelandet. So mussten wir auch kleinere Stellen überspringen, sodass sich dieser kleine Spaziergang so langsam zu einer immer größer werdenden Strapaze entwickelte; Als uns dann schon die Leute mit leicht schadenfrohem Grinsen entgegen kamen, fanden wir diese Tour irgendwie gar nicht mehr witzig. "Falls wir die Bucht umrunden wollten, so sollte das noch ein Weilchen dauern!" Auch wenn unsere Füße schon leicht schmerzten, wollten wir uns davon erst mal nicht aus der Ruhe bringen lassen. Doch als der Weg dann auf der anderen Seite steil hinauf gehen sollte, waren wir bereit zu kapitulieren. Jetzt hieß es also den ganzen Weg entlang der Bucht nochmal zurück zu gehen.

In Cala Figuera sind die Häuser direkt in den Felsen gebaut und die Boote parken wie Autos davor

Nach einem uns schier endlos erscheinenden, schon fast an Wallfahrt erinnernden Fußweg kamen wir endlich erschöpft am Parkplatz an. Doch dann war auf einmal der Ehrgeiz wieder da: Wir wollten zu diesem Aussichtsturm - koste es, was es wolle. Und dann eben jetzt mit dem Auto!

Der Aussichtsturm liegt etwas versteckt im Gelände und ist mit dem Auto nur über private Straßen zu erreichen. Leider fehlt die Beschilderung gänzlich, sodass man schon ein bisschen Geduld zum Suchen mitbringen muss. Von Cala Figuera fährt man in Richtung Santinyi und kurz nach Ortsausgang biegt man rechts wieder zurück in Richtung Küste. Hat man Glück, stehen hier bereits ein, zwei Autos, die einem den Eingang in den Weg weisen, ansonsten sollte man langsam fahren und die Augen nach einem steinigen Weg offenhalten, den man nur mit gutem Schuhwerk begehen sollte. Der ein paar hundert Meter lange Weg lohnt sich jedoch. Hier teilten wir mit wenigen anderen einen herrlichen Ausblick und die Stimmung war beeindruckend: Der Blick reicht bis zum Horizont aufs herrlich blaue Meer mit weißen Segelbooten und die wenigen Leute, die da waren, machten einen fast meditativen Eindruck, und außer uns selbst rannte keiner mit der üblichen Fotoausrüstung rum. Da das Gelände jedoch ungesichert ist und an den Hängen steil abwärts nach unten fällt, sollte man unbedingt schwindelfrei sein.

Sicht vom Leuchtturm in die Bucht von Cala Figuera

Möchte man Cala Figuera besuchen, um landestypisch zu essen, so bleibt ein Abstecher dorthin sicher erholsam. Will man jedoch mehr von der Bucht und den Bootsgaragen sehen, sollte man sich auf einen längeren Fußmarsch einstellen. Auf den ersten Blick wirkt die Bucht recht klein und überschaubar, aber durch die Gabelung kommt doch eine ganz schöne Strecke zusammen, gerade falls man an der gegenüberliegenden Seite nochmals die Klippen nach oben erklimmen möchte. Also: Gute Ausrüstung und Kondition sind von Vorteil. Wir jedenfalls freuten uns im Anschluss an Cala Figuera darauf, an den Stränden der Cala Mondrago schwimmen zu gehen.

Cala Mondrago, Cala S'Amarador & Calo d'es Burgit: Natur pur!

Der unter Naturschutz stehende Park Mondrago liegt zwischen Santanyi und Porto Petro im Südosten von Mallorca und zeichnet sich durch drei wunderschön gelegene Buchten mit feinem Sandstrand aus. Die bekannteste der Buchten ist die Cala Mondrago, die auch im Jahr 2006 die blaue Flagge aufgrund hervorragender Wasserqualität, hoher Badesicherheit und ausgewiesener Umweltschutzmaßnahmen erhielt.

Schattiger Rastplatz an der Cala Mondrago mit vielen Sitzgelegenheiten und Spielplatz

Der Weg zur Cala Mondrago ist aus S'Alqueria Blanca, Santanyi oder Porto Petro bestens ausgeschildert und führt zu einem größeren kostenlosen Parkplatz oberhalb der Bucht. Wer sich für Umweltschutz und den Naturpark mit seiner Flora und Fauna interessiert, erhält in einer Hütte rechts am Weg kostenlose Broschüren und Informationsmaterial. Zur Bucht gelangt man erst nach einem Fußweg von etwa 15 Minuten auf einer gut asphaltierten Straße, die nur die Anlieger der dort ansässigen Hotels befahren dürfen.

Cala Mondrago Cala Mondrago

Die Cala Mondrago ist eine wunderschöne kleine zum Meer hin geschützte Bucht (ca. 200m lang, 70m breit) mit herrlich blauem Wasser und feinsandigem Sandstrand, der weithin flachabfallend ins Wasser führt. Die von Rettungsschwimmern bewachte Bucht ist ideal für Familien mit Kindern, Surfanfänger und Schnorchler. Das Panaroma besticht durch dichte Pinienwälder und Aleppokiefern und die kleinen Seegelboote, die man vom Strand aus sehen kann.

Ganz einsam und idyllisch ist es zwar nicht, vor allem auch wegen einiger weniger (durch Bäume sichtgeschützte) Hotels hier. Aber in Relation zu anderen Stränden gibt es genügend Angebote, sein Plätzchen nicht nur in der knalligen Sonne, sondern auch im Schatten zu finden. Man kann Liegen und Schirme am Strand leihen, im Restaurant essen oder sich am Kiosk fürs Picknick auf den Parkbänken und -tischen im angrenzenden Waldpark rüsten; Tische sind zahlreich vorhanden und laden durch die schattenspendenen Bäume auch für längere Zeit ein, hier zu verweilen. Kinder können schaukeln und spielen und die Toiletten machten einen angemessen gepflegten Eindruck.


Schwimmt man in der Cala Mondrago weit genug hinaus, hat man rechter Hand bald einen herrlichen Blick auf die etwas breiter gezogene Cala S`Amarador. Um dorthin zu gelangen kann man entweder von der Cala Mondrago aus zu Fuß in etwa 10 Minuten auf dem Felsweg entlang spazieren oder parkt sein Auto direkt am dortgelegenen Parkplatz, den wir jedoch aufgrund der irreführenden Beschilderung nicht gefunden haben.

Cala SAmarador Cala SAmarador

Sicherlich kann man die Cala S'Amarador guten Gewissens als eine schön gelegene Bucht bezeichnen, mit einem sich weiterstreckenden flachen Sandstrand, umringt von Pinienwäldern. Leider erwischten wir einen ungünstigen Zeitpunkt einige Tage nach einem Unwetter, durch das enorm viel Grünzeug an Land gespült wurde. Um ins Wasser zu kommen, musste man sich nicht nur durch einen mehrere Meter breiten getrockneten Unrat kämpfen, sondern erst noch im Wasser durch einen zähen Brei waten, bis man im klaren Wasser wieder ungestört schwimmen konnte.

Die Leute, die zur gleichen Zeit dort waren, störte das scheinbar nicht. Sowohl an Strand als auch im Wasser war reges Treiben und der Verleih für Sonnenschirme und Liegestühle konnte sich freuen. Einen Sicherheitsmann haben wir zwar nicht gesehen, dafür aber einen Kiosk für Snacks und Getränke.


Der eigentliche Geheimtip im Park Mondrago ist die kleine versteckt liegende Bucht Calo d'es Burgit, die man nur per Spaziergang durch den Wald entdeckt. Sie ist nicht extra ausgeschildert und man gelangt zu ihr über einen Weg, der erst hinter dem Rastpark in Höhe des Hotels links in den Wald hinein führt.

Naturpark Mondrago Naturpark Mondrago

Wer stabile Sandalen anhat, auf Sonnenschirm- und Liegeverleih, Kiosk, Seewacht und Toiletten verzichten kann, der darf sich voller Vorfreude auf den Fußweg zur Calo des Burgit machen. Der Weg ist zwar wurzelreich und führt teilweise über steiniges Gelände aber man spürt schnell, was anders ist: Die Ruhe und Stille, die man hier erfährt. Man hört das Rauschen des Windes durch die Baumwipfel und sonst nichts.

Auch die Bucht selbst erscheint noch ganz ursprünglich. Wir trafen gerade mal 15 Leute hier an, die sich teilweise nackt auf den Felsen oder dem feinen Sandstrand sonnten. Alles wirkte sehr natürlich, unaufdringlich und vor allem sehr sauber.

Porto Petro: Kleiner Hafenort für Taucher und Segler

Porto Petro Porto Petro Porto Petro

Porto Petro ist ein kleiner Fischerort an der Ostküste Mallorcas, nordöstlich von Santanyi gelegen und vom Naturschutzgebiet der Cala Mondrago nur etwa 3 km entfernt. Er wirkt durch seine bescheidene Größe und die wenigen Touristen, die man hier trifft vielleicht etwas verschlafen, bietet jedoch genügend Bars und Cafes entlang der kleinen Hafenpromenade, in denen man landestypische Spezialitäten geniessen kann. Durch die wenigen Hotels, die sich hier angesiedelt haben, gibt es neben den üblichen Geschäften für den täglichen Bedarf einige Tauchschulen und im Hafen kann man nicht nur essen, sondern auch zusätzliche Events buchen wie Wasserski oder Touren mit einem Glasbodenschiff.

Direkt von der Hafenpromenade aus kann man auf einem schönen Weg an den beiden Strandbuchten vorbei an der Küste entlang bis zum Leuchtturm laufen. Auch wenns nur ein kleiner verfallener Leuchtturm ist, ist es einer der wenigen, die man auf Mallorca tatsächlich direkt und ohne Absperrung erreichen kann und so eine herrliche Aussicht in die Buchten und aufs offene Meer hat.

Oratori de la Consolacio: Einsame Kirche bei S'Alqueria Blanca

Das Oratori de la Consolacio ist eine bedächtige Kirche, die eher an eine größere Kapelle erinnert. Hier findet man genügend schattige Plaetze, um zu rasten und den herrlichen Ausblick zu genießen, den man auf die Ostküste und die Umgebung hat. Die Ruhe hier ist herrlich, sieht man von einigen wenigen Ausflüglern mal ab, die mit Motocrossautos nach oben rasen.

Oratori de la Consolacio Oratori de la Consolacio

Eigentlich eignet sich die Anhöhe wunderbar für eine Wanderung zu Fuß, da der Weg hinauf teilweise unabhängig von der befahrenen Straße verläuft und ringsherum von schattigen Bäumen und wildgewachsenen Kakteen gesäumt wird. Sicherlich lohnt es sich eher abends zu kommen. Nicht, dass man hier irgendwelchen Massen entgehen müsste, die sich tagsüber mit Bussen hierher verirren würden, sondern wegen der Stimmung im Abendlicht und dem Sonnenuntergang über dem Meer.

Castell de Santueri: Ursprünge reichen bis zu den Römern

Das Castell de Santueri kann man bereits aus weiter Entfernung sehen. Vom Fuß der Anhöhe bis nach oben zum Castell sind es etwa 5 km, die es jedoch in sich haben. Die private Straße führt in kleinen engen Serpentinen mit vielen Schlaglöchern nach oben, die scheinbar für Mountainbiker und Motocrossfans ihren ganz besonderen Reiz haben. Der Weg zieht sich zwar ziemlich in die Länge, aber wenn der Verkehr nicht allzu extrem ist, braucht man - so wie wir - etwa 10 Minuten bis nach oben.

Castell de Santueri Castell de Santueri Castell de Santueri

Das, was so herrschaftlich "Castell de Santueri" genannt wird, sind die Überreste einer Burg, bestehend aus Mauern, Türmen und jeder Menge Steinen. Bereits zu Roemerzeiten soll die Anhöhe für militärische Zwecke gedient haben. Heute kann man vereinzelt Schafe und Ziegen sehen, die dort weiden. Wir jedenfalls parkten unser Auto auf dem dortigen Parkplatz und hatten noch eine kleine Klettertour auf unwegsamem Gestein vor uns, um dann vor einem mit einer dicken Eisenkette versehenen Tor zu stehen; Glücklicherweise war die Eisenkette bereits aufgebrochen, sodass wir nicht alleine das Innere der Ruine erforschten. Man braucht schon gutes Schuhwerk, um dort das mit Gestrüpp und Gras bewachsene holprige Gelände zu erkunden. Sehr verfallen ist gar kein Ausdruck für diese in sich hügelige Burg, dafür ist die wehrhafte Atmosphäre hier sehr beeindruckend.

Auch wenn die Ruine geschlossen sein sollte und man nicht ins Innere gelangen kann, lohnt sich der Ausblick vom Parkplatz in jedem Fall. Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann sich das Gekraxel in der Burg ersparen und nur vom Parkplatz in die Ferne schauen. Die einzelnen Buchten der Ostküste sind bei klarer Sicht einmalig zu identifizieren und es ist witzig, sein Hotel aus der Entfernung per Teleobjektiv zu sehen.

Ermita de Sant Salvador

Auch das in 509 Meter Höhe liegende Kloster Ermita de Sant Salvador beeindruckt bereits von Weitem. Das Kastell und die Ermita sind untereinander nicht verbunden. Um zur Ermita zu gelangen fährt man von Felanitx aus etwa 6 km in Richtung Porto Colom. Auch hier führt wieder eine sehr enge serpentinenreiche Straße nach oben.

Ermita de Sant Salvador Ermita de Sant Salvador

Gesäumt wird die Straße nicht nur von unzähligen Bus-Warnschildern, sondern auch von einer durchgängigen kleinen Mauer, die den Weg nach unten vor einem jähen Abstürzen verhindern soll. Bei günstigem Verkehr braucht man etwa 10 Minuten bis nach oben. Kurz vor dem eigentlichen Kloster befindet sich ein Parkplatz, von dem man auf einem schmalen Fußweg zu einem riesigen Steinkreuz spazieren kann, das im Jahr 1957 erst erbaut wurde.

Fährt man bis nach oben, gelangt man auf einen Parkplatz mit imposantem Empfang. Die riesige Steinfigur mit segnender Haltung ist auch für nicht pilgernde Touristen ein respekteinflößendes Monument. Je nach persönlicher Vorliebe ist das eigentliche Ziel dieses Ausfluges entweder das Kloster, in dem man auch übernachten kann oder das Restaurant, in dem man relativ günstig eine bürgerliche Küche genießen kann.

Imposante Segnung auf dem Parkplatz Das Innere der Kirche ist aufwendig gestaltet.

Das Innere der Kirche ist aufwendig ausgestattet und wird mit frischen Blumen liebevoll gepflegt. Wir hatten von hier aus einen wundervollen Blick nach Westen, und ins Landesinnere von Mallorca. Es kann sich also durchaus lohnen, ganz früh morgens hierher zu kommen; Nicht nur wegen der vielen Busse, die tagsüber hierher unterwegs sind, sondern wegen der herrlichen Licht- und Sichtverhältnisse durch den Sonnenstand am Morgen.

Im Nachhinein können wir sagen, dass die Ermita de Santueri sicher zu einem der herausragenden Highlights von Mallorca gehört. Die Atmosphäre und der Ausblick von hier aus sind einfach atemberaubend schön.

Porto Colom: Frabenfrohe Blütenprachten & Erholung pur

Von S'Horta kommend, führt die breite Hauptstraße gerade durch zum Hafengelände von Porto Colom. Der Ort zieht sich im Halbkreis um ein riesig großes Hafenbecken, das mit seinen üppig blühenden Promenaden zu einem ausgedehnten Spaziergang bis zum Aussichtsturm auf der anderen Seite einlädt.

Porto Colom Porto Colom

Man kann sein Auto auf einem der zahlreichen kostenlosen Parkplätze am Hafeneingang stehenlassen oder gleich zum Aussichtsturm durchfahren, dessen Zugang jedoch versperrt ist. Die Fahrt hierher lohnt sich trotzdem allemal. Dazu trägt nicht nur das wunderschön begrünte Villenviertel bei, das man während der Fahrt hierhin in jedem Fall sieht. Von der anderen Seite aus kann man die schmale Durchfahrt zum Meer besonders gut sehen und der Blick ist frei auf das wunderschöne Städtchen mit seinen kleinen Hafenhäuschen, den bunten Rolläden und Bootsgaragen.

In vielen Reiseführern kann man lesen, dass Porto Colom keine Strände hätte, oder es zumindest daran mangeln würde. Gut so! Denn so bleibt die Cala Marcal noch ein kleiner Geheimtipp für ruhesuchende Strandurlauber. Diese wunderschöne kleine Strandbucht sucht tatsächlich ihresgleichen.

Dorthin gelangt man quasi auf dem Rückweg vom Leuchtturm über eine Einbahnstraße entlang der Küste unterhalb des Villenviertels. Wir waren erstaunt, dass wir sofort einen von vielen Parkplätzen an der schattigen Straße direkt vor der Bucht bekamen. Zwar waren einige Leute da, aber eher von der Sorte 'weniger action dafür ungestörtes Baden'. Kinder hatten ihren Spaß auf Rutschen, die im Wasser standen, und wir selbst ließen uns am Kiosk mit einem Drink und gediegener Loungemusik genüßlich in Cafe-del-Mar-Stimmung versetzen. Wollte man komplett seine Ruhe, konnte man sich auf die vielen Felsebenen oder direkt an den feinsandigen Strand legen.

Aussichtsturm von Porto Colom zwar umzäunt aber dennoch lohnenswerter Ausblick Porto Colom

Schön war auch das vielseitige Panorama, das auf den Fotos leider nicht besonders toll rüberkommt. Lag man am Strand hatte man einen weiten Blick bis raus zum gegenüberliegenen Hafenbecken von Porto Colom und schwamm man ein wenig raus, konnte man beim Zurückkommen auf die neugebauten Villen am Hang und die Wälder blicken; Es roch nach Pinien und es gab genügend Platz für Liegen, Schirme und Handtücher. Zusätzlich konnte man sich noch auf den Steinstufen rechts und links der Bucht ausbreiten. Schattenplätze gab es durch die vielen Bäume am Rand der Bucht reichlich. Das Wasser war sehr klar und weit genug flach, sodass auch viele Kinder ihren Spaß hatten. Die Toiletten machten einen gepflegten Eindruck und auch die Strandwache schien trotz ruhigen Wassers ihren Job Ernst zu nehmen.

Alles in allem erlebten wir in Porto Colom einen überraschend guten und sehr erholsamen Abschluss unserer Südosttour. Wenn wir die Örtchen und Orte von Mallorca im Nachhinein revue passieren lassen, ist uns besonders Porto Colom ans Herz gewachsen, weil wir gerade hier diesen unvermutet positiven Eindruck erlebten.

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