Hotel Blau Porto Petro Beach Resort auf Mallorca
Nachdem auch im sonnig-warmen München Mitte September 2006 die Freibadsaison zu Ende ging, bekamen wir nochmal so richtig Lust auf Urlaubssonne am Strand. Wir mussten uns aus Termingründen kurzfristig entscheiden und da wir nur 10 Tage zur Verfügung hatten, wollten wir auch nicht ewig im Flieger sitzen. Was liegt da näher als die Balearen? Zwar dachten wir bei Mallorca sofort an Ballermann 6 und die heftig vielen Massen, vor denen wir doch gerade mit Beginn des Oktoberfestes in München flüchten wollten, aber die vielen begeisterten Berichte einiger Freunde stimmten uns doch zumindest neugierig auf "das andere Mallorca".
Nach kurzem Brainstorming war uns klar, nach was uns der Sinn stand: Individuell planen können, also nix Pauschales, aber trotzdem unkompliziert... erstklassiges Hotel mit 5 Sterne-Service, am besten in direkter Strandlage, also perfekt zum Sonne tanken und entspannen... und wenn uns der Sinn danach stünde... ein wenig Wassersport... qualitativ hochwertiges Essen mit viel Abwechslung, das zudem noch lecker schmeckt... ein relaxtes sympathisches Publikum, das sich weder zu steif im Restaurant noch zu prollig am Pool verhält... und noch ne nette Umgebung zum ausgiebigen Erkunden... Was will man mehr?
Wir jedenfalls wollten den perfekten Strandurlaub! ...und geben in diesem rein subjektiv gehaltenen Erfahrungsbericht gerne wider, warum wir jedem, der auf Mallorca Änliches sucht, das Blau Porto Petro in jedem Fall empfehlen können.
Entscheidung fürs Porto Petro Blau per Internet
Durch die oben genannten Suchkriterien wie 5 Sterne und Strandlage stießen wir recht bald aufs Porto Petro Beach Resort der Hotelkette Blau. Nachdem uns das Hotel auf den ersten Blick etwas riesig dimensionert erschien und das Örtchen Porto Petro im Reiseführer nicht gerade als Insider-Tip gehandelt wurde, machten wir uns weiter auf die Suche nach anderen Angeboten.
Letztlich entdeckten wir dann doch die hoteleigene Internetseite, die nicht nur mit ausführlichem Informationsmaterial, sondern auch noch mit recht stimmungsvollen Bildern aufwartete. Kurzerhand riefen wir dann beim 'Club blaues Meer' an und erhielten weitere Informationen von einem Mitarbeiter, der schon mal dort war und einen recht zufriedenen Eindruck in unserem Sinne vermittelte.
Die Hotelanlage
Die Hotelanlage liegt mitten in einem waldigen Naturgebiet und erstreckt sich über einen 900 m langen Küstenstreifen mit zwei kleinen schönen Strandbuchten, an der einen Seite angrenzend an den noch recht ursprünglich gebliebenen Hafen von Porto Petro.
Auf der links abgebildeten Karte, die sich per Mausklick vergrößern lässt, kann man sehr schön die Lage der einzelnen Gebäude und Einrichtungen zueinander erkennen. Auch wenn die Distanzen auf den ersten Blick sehr groß erscheinen mögen, lässt sich alles auf gut ausgebauten Wegen zu Fuß erreichen, oder man lässt sich in einem der kostenlosen Hotel-Buggies fahren, die rund um die Uhr zur Verfügung stehen.
Das Porto Petro Blau eröffnete mit einem Teil der Anlage im Jahr 2005 und dann komplett neu zur Saison 2006. Die Gebäude des dort vorher angesiedelten Club Med wurden im Jahr 2000/01 bis auf einen kleinen Teil komplett abgerissen und entsprechend der seit etwa 10 Jahren strengeren Regierungsauflagen in Sachen Umwelt und Hygiene von Grund auf runderneuert. Der ursprüngliche Pinienbestand ist in weiten Teilen der Anlage erhalten geblieben und lässt so einen natürlich gewachsenen Eindruck entstehen. Die einzelnen Häuserkomplexe fügen sich harmonisch ins Grün ein, ohne das Panorama zu dominieren. Trotz vieler schön gepflegter Blumenbeete, deren Duft man vor allem nachts bei einem Spaziergang sehr eindrücklich erleben kann, bedarf es an manchen Stellen jedoch noch ein wenig Zeit, bis die Anlage komplett bepflanzt ist.
Das Hotel zeichnet sich durch einen hohen Qualitäts-Standard aus, den man nicht nur in der Auswahl der Speisen oder im Wesen des Personals spüren kann, auch bei Gegenständen des täglichen Gebrauchs in Zimmer oder Restaurant trifft man immer wieder auf namhafte deutsche Marken. So wundert es nicht, dass es sich zu den Great Hotels of the World zählen darf und dort gleich in vier von vier möglichen Kategorien geführt wird, die die Bereiche Spa, Golf, Romantic und Business betreffen. Es ist also kein reines von Badegästen überlaufenes typisches Strandhotel, sondern zeigt sich für luxusverwöhnte Besucher in vielerlei Facetten, was sich letztlich auf Ruhe, Erholung und Genuss für alle auswirkt. Kongress-Besucher und Badeurlauber haben durch die Aufteilung der Anlage jeweils ihre Ruhe für sich.
Anreise und erster Eindruck
Vom Flughafen erreicht man das Hotel gut ausgeschildert in Richtung Llucmajor über die Autobahn und ist ca. nach 45 Minuten dort. Wir folgten in Porto Petro den Schildern zum Hotel und standen auf einmal ziemlich unvermittelt mit dem Auto vorm
Hoteleingang. Entgegen unserer Erwartungen einen riesigen Hotelklotz vorzufinden, den man womöglich schon von Weitem sehen kann - bot sich uns erst mal ein ganz anderer, eher dezent bescheidener Eingangsbereich.
Dass die Palmen bei unserer Ankunft nur in spärlichem Grün wedelten, wurde durch den freundlichen Empfang wieder wett gemacht. Die Portiers kümmerten sich um unsere Koffer und parkten den Wagen auf dem kostenlosen Parkplatz gleich um die Ecke. Die spanische Rezeptionistin empfing uns in freundlichem, gut verständlichen Deutsch und erklärte uns anhand eines kleinen Planes die Lage der einzelnen Einrichtungen.

Überhaupt schien es diese unverkrampft freundliche Atmosphäre zu sein, in der wir uns sofort wohl fühlten. Man kennt es nur allzu oft, dass gerade in luxuriöseren Hotels durch die eher steife Atmosphäre sowohl des Personals als auch von Seiten der Gäste das entspannte Urlaubsgefühl erst mal auf sich warten lässt. Hier war es anders. Egal wen wir vom Personal sahen oder mit wem wir sprachen... es wirkte trotz des exklusiven Ambientes auf natürliche Weise entspannt.
Während des Check-Ins bekamen wir schon mal einen ersten Vorgeschmack auf die unaufdringlich aufmerksame Service-Orientiertheit des Personals. Der Concierge, der etwas weiter weg bei unserem Gepäck stand, beobachtete zum Beispiel, dass wir in unserem Rucksack unsere Pässe nicht finden konnten und brachte uns noch bevor wir auf die Idee kamen den anderen Rucksack mitsamt richtigem Inhalt. Es sind solche kleinen Situationen im
Urlaub, in denen jemand vom Personal mitdenkt, den nächsten Schritt mit Leichtigkeit ohne großes Getue vorwegnimmt und so das Gefühl von Reibungslosigkeit vermittelt. Zu unserer großen Freude erlebten wir viele solcher Situationen, und dieses angenehme Gefühl hielt tatsächlich was das Hotel betrifft bis zum Ende unseres Urlaubs an.
Nach rascher Erledigung aller Formalitäten begleitete uns der Concierge zum nahe gelegenen Zimmer. Auch hier staunten wir nicht schlecht. Die Einrichtung in schönem modernen Design, ein Willkommenswein mit frischem Obst auf dem Tisch und die herrliche Aussicht aufs Meer und den kaum besuchten Pool direkt unter uns lösten eine derartige Begeisterung in uns aus, dass wir sofort die Gelegenheit nutzten, uns im Pool zu erfrischen.
Die Zimmer im Hotel
Das Hotel bietet vier Kategorien an, aus denen man die insgesamt 319 Einheiten wie folgt wählen kann: 210 Doppelzimmer, 48 Junior-Suiten, 51 Suiten und 10 Villen. Bis auf die Villen, die alle ebenerdig angelegt sind, sind die anderen Zimmer in 11 überschaubaren Hauseinheiten in maximal drei Etagen untergebracht, Fahrstuhl ist jeweils vorhanden, und einige der Zimmer sind behindertengerecht ausgestattet. Die Wohnkomplexe sind terrassenförmig angelegt und wirken durch ihre äußerlich erkennbare kleine Einteilung nicht allzu wuchtig.
Durch die Ausrichtung der Gebäude zur jeweiligen Bucht verfügen etwa 80 % der Zimmer über Meerblick. Auch wenn dieser nur bei einigen Zimmern der klassischen Vorstellung eines Meerblicks bis zum Horizont entspricht, birgt das Panorama Meer, Felsküste, Bucht, Pool, Pinien oder die Kombination von alledem durchaus seine Reize. Insofern wunderten wir uns zwar im Vorfeld unserer Reservierung, dass es nicht die Möglichkeit gab, ein "Zimmer mit Meerblick" gegen Aufpreis zu buchen, unserem Wunsch wurde jedoch durch unsere vorherige Bitte per Fax sehr entsprochen.
Bevor ich auf die Unterschiede in den einzelnen Kategorien eingehe, möchte ich die Vorzüge erwähnen, mit denen alle Zimmer ausgestattet sind. Dass in dieser Rubrik dieses mal keine Nachteile dabei sind, liegt einfach daran, dass wir nichts finden konnten, was wir hier - aus unserer subjektiven Erfahrung heraus - hätten erwähnen können.
Nicht nur die Einrichtung aller Zimmer im modernen Design hat uns besonders gut gefallen, sondern vor allem die Ausstattung, die wir während des Wohnens als überraschend angenehmen Komfort empfunden haben. So erhielten wir beim Check-In nicht nur unsere zwei persönlichen Zimmerkarten, sondern auch noch eine Extra-Karte für die Elektrizität im Zimmer. Die Klimaanlage, die in drei Stufen kalt und warm einstellbar war, sorgte also auch während unserer Abwesenheit für ein angenehm gekühltes Zimmer.
In anderen Hotels habe ich es leider schon zu oft erlebt, dass die Klimaanlage nur betrieben werden konnte, wenn man selbst mit seiner Schlüssel-Karte im Zimmer war. Die Folge war, dass man beim Betreten des Zimmers immer zuerst einen Hitzeschock bekam und dann mit voller Power runterkühlen musste. Dies ist weder fürs Wohlbefinden noch für die Gesundheit angenehm. Daher also ein dicker Pluspunkt für die Möglichkeit, das Zimmer zum Beispiel während des Abendessens auf eine angenehme Nachttemperatur runterzukühlen, um dann nachts auf die Klimaanlage verzichten zu können.
Absolut zukunftsweisend ist die Einrichtung aller Zimmer mit einem eigenen Internet-Anschluss. Wer ein eigenes Notebook und ein Netzwerkkabel dabei hat, kann also kostenlos in DSL-Geschwindigkeit zeitlich unbegrenzt im Internet surfen. Einen solchen Service habe ich bis dato noch nie in einem Hotel erfahren. Für denjenigen, der ohne Computer in den Urlaub fährt (das dürften wohl die meisten sein), stehen in der Lobby drei Computer mit Internetzugang kostenlos zur Verfügung. Tauchen Fragen oder Probleme auf, kann man sich direkt im Hotel an einen speziellen Ansprechpartner wenden: Den Internet-Concierge.
Endlich mal ein Urlaubshotel, in dem dem Gast ein kostenloser und bequemer Zugang zum Internet und somit zu seinen e-mails zur Verfügung gestellt wird. Ich habe schon andere 5-Sterne Hotels erlebt, wo man für eine Stunde Internet teures Geld bezahlen musste, um dann an veralteten Rechnern in langsamster Geschwindigkeit mühsam eine Verbindung aufbauen zu können.
Jedes Zimmer verfügt über einen Tresor im Schrank, den man kostenlos nutzen kann. Auch wenn wir diesen Service schon fast als selbstverständlich empfinden, so waren wir doch schon des öfteren enttäuscht, wenn man in anderen Hotels dafür einen Aufpreis verlangte, und dieser betrug nicht selten über 20 € pro Woche. Der Tresor war groß genug, um ein Laptop und eine komplette Kamera-Ausrüstung unterzubringen.
Alle Zimmer sind mit einer großen Terrasse oder Balkon ausgestattet in Richtung zum Meer, einem der Pools oder Buchten. Nett ist auch die zusätzliche Kopfkissenauswahl. Im Schrank finden sich Kissen unterschiedlicher Größe und Härte. Dass alle Zimmer
über 2 Telefone verfügen ist selbstverständlich. Die Fernseher sind moderne Geräte mit Sat-Anschluss. Die Auswahl aus mehreren deutschen Sendern ist also kein Problem.
In jedem mit Fußbodenheizung ausgestatteten Bad sind Wanne, Dusche und Toilette getrennt, und als weitere Ausstattung findet man einen Föhn, Schönheitsspiegel, Bademäntel und Hausschuhe. Mit der vollelektronischen Personenwaage kann man sein Gewicht zwar nicht mehr kontrollieren aber doch immerhin beobachten, wie es aufgrund des guten Essens in die Höhe schnellt. Der zusätzliche Hocker im Bad erweist sich dann gar nicht als so verkehrt, falls der Schock mal zu groß sein sollte und man das Bedürfnis verspürt, sich erst mal setzen zu müssen.
Hat man Lust auf einen Kaffee oder Tee zwischendurch, muss man nicht gleich den Zimmerservice rufen, sondern kann sich auch aus einer kleinen vorhandenen Auswahl mit dem Wasserkocher weiter helfen. Zudem bietet die Minibar neben den vorhandenen Snacks und Getränken noch genügend Platz, um eigene Getränke kühl zu halten.
Zimmerservice: Wer 5 Sterne bucht, mag auf den doppelten Zimmerservice nicht verzichten. Ab dem späten Nachmittag werden die Betten zum Schlafengehen entsprechend vorbereitet und man findet neben seinem Pralinen-Betthupferl noch ein Kärtchen mit der Wettervorhersage für den kommenden Tag. Diese kleine Aufmerksamkeit habe ich in dieser Form bis dato noch nie in einem Hotel erfahren: Endlich bekommt man mal die Wettervorhersage frei Haus geliefert und muss nicht umständlich an der Rezeption nachfragen, wie denn das Wetter am anderen Tag wird. So konnte man immer gleich während des Abendessens den kommenden Tag planen.
Doppelzimmer: großzügig & modern ausgestattet
Hier kann man vor Abreise versuchen, seine Wünsche bzgl. Etage (oben, unten, Mitte), Lage (zum Beispiel nah zum Spa oder
Restaurant) oder Ausblick dem Hotel per Fax oder per e-mail mitzuteilen. Man darf jedoch nicht vergessen, dass die einzelnen Einrichtungen untereinander von jedem Zimmer aus gut zu Fuß (zwar etwas zeitaufwendiger) oder schnell und bequem per Hotelbuggie erreichbar sind.
Die Doppelzimmer sind etwa 35 m² groß und entweder mit großem Kingsize-Bett oder zwei sehr breiten Einzelbetten ausgestattet. Hier empfiehlt sich in jedem Fall ein Fax im Vorfeld, will man als Pärchen mit zwei unterschiedlichen Namen nicht gerade räumliche Entwöhnung voneinander üben. Es gibt ein zusätzliches Sofa, das als weitere Schlafgelegenheit genutzt werden kann. Außerdem befindet sich in jedem Zimmer ein kleiner Schreibtisch, an dem man mal auch was arbeiten oder eine Postkarte schreiben kann.
Die Junior-Suiten und Suiten
Die Junior-Suiten sind sind mit etwa 42 m² etwas größer als die normalen Dopplezimmer, dafür ist der Wohnbereich vom Schlafbereich optisch durch eine kleine Erhöhung bzw. Mauer abgetrennt.
Die meisten Suiten liegen in den beiden Wohn-Gebäuden direkt am oberen Pool und bieten durch ihre Ausrichtung zum Meer einen herrlichen Ausblick. Mit ihren ca. 52 m² fühlt man sich wie in einem kleinen 2 Zimmer-Appartment. Links im Bild sehen wir den großzügig ausgestatteten Wohnbereich, der durch eine Tür vom Schlafzimmer getrennt ist. Von hier aus hat man Zugang zu einer zweiten Dusche und Toilette.
Das Badezimmer, in das man vom Schlafzimmer (rechts im Bild) aus kommt, ist mit Doppelwaschbecken, Wanne, separater Dusche und Toilette ausgestattet. Terrasse bzw. Balkon sind von beiden Zimmern begehbar und bieten mit ihren ca. 17 m² genügend Platz für zwei separate Sitz- bzw. Liegegelegenheiten.
Die Villen: Einmaliger Luxus auf Mallorca
Auch wenn die Preise für eine Villa jenseits unseres finanziellen Budgets lagen, waren wir doch neugierig, mal einige Villen anzuschauen. Durch die
räumliche Aufteilung der Villen scheinen sie besonders von Familien mit Kindern gebucht zu werden, um wie im eigenen kleinen Luxushäuschen leben können.
In der Tat waren wir bereits sprachlos beim Betreten des Eingangsbereichs. Ist man den Zugang zu seinem Zimmer oder seiner Suite gewöhnt, der ja auch von anderen genutzt wird, beeindruckt der Eingangsbereich der Villen schon mal durch seine exklusive Sichtgeschütztheit. Durch einen kleinen Flur kommt man sowohl in eine voll ausgestattete Kitchenette (Mikrowelle, großer Kühlschrank, Herd etc.) als auch in das großzügig ausgestattete Wohnzimmer mit 2 Schlafsofas. Hier findet man zusätzlich nochmal einen DVD-Player mit einer kleinen Auswahl an Filmen.
Jede Villa verfügt über zwei extra Schlafzimmer. Eines davon mit Kingsize-Bett, im anderen stehen zwei breite Einzel-Betten. Auch wenn das Design der Einrichtung ähnlich dem der anderen Zimmer und Suiten ist, wirkt die Auswahl der Farben, Bilder und des gesamten Interieurs nochmal eine Spur mondäner und exklusiver. Ein Traum ist auch die ca. 45 m² große Terrasse. Je nach Ausstattung gibt es hier eine private Jacuzzi oder man kann ungestört im eigenen Pool plantschen.
Falls man sich diesen Luxus tatsächlich leisten möchte, kann man sich dann gerne schon mal vor der Anreise überlegen, mit welchen Dienstleistungen man den Buttler fordern möchte, der einem - im Preis für die Villa inklusive - rund um die Uhr zur Verfügung stehen wird.
Personal: freundlich & engagiert
Wir waren erstaunt, mit welcher Internationalität das Personal vertreten ist. Bei genauerem Nachfragen wurde uns gesagt, dass 33 verschiene Nationaliäten im Team sind. Was für uns natürlich wichtiger als die Herkunft ist, das sind Service gepaart mit Freundlichkeit und die natürliche Bereitschaft, den Wünschen der Gäste gerne zu entsprechen. Bereits weiter oben im Text haben wir die service-orientierte Einstellung des Personals lobend erwähnt.
im Restaurant: Natürlich erlebten wir gerade im Zusammenhang mit jüngerem Personal, dass gewisse Unsicherheiten im Umgang mit den Gästen vorkamen. Was uns jedoch in diesem Zusammenhang positiv beeindruckte war der Umgang zwischen den Angestellten untereinander, der sich positiv auf die Gäste auswirkte. Die erfahreneren älteren Kollegen nahmen die jüngeren bei Seite und vermittelten in ruhigem Ton den rechten Umgang. So konnten diese in angstfreier Atmosphäre motiviert weiterlernen und hatten öfter ein Lächeln auf den Lippen.
Zimmerservice: Sehr ordentlich, sehr freundlich... keine Beanstandung
Publikum: luxusverwöhnt & angenehm unkompliziert
Sicherlich ist die Sympathie zu bestimmten Personen etwas ganz Subjektives. Wir für uns gesprochen fühlen uns wohl, wenn es ungezwungen natürlich und etwas legerer zugeht, was aber nicht heißen soll, dass einem jeder gleich in Birkenstocklatschen und Hawai-Hemd distanzlos entgegenkommen soll und nach dem All-inclusive-Angebot mit Animationsprogramm fragt. Trotzdem mögen wir ein gewisses Maß an Luxus und Niveau und legen Wert auf sinnliches Genießen. Wir würden uns daher eher als Hedonisten bezeichnen denn als ausgesprochene Connaisseure und fühlen uns unter Gleichgesinnten einfach wohl. So war es denn auch.
Auch wenn das Motto 'Man spricht deutsch' recht unkompliziert klingen mag, so finden wir nichts abschreckender als wenn einem im Urlaub im Ausland an jeder Ecke lauter Deutsche über den Weg laufen. Umso angenehmer, dass wir viele verschiedene Sprachen im Hotel um uns herum hörten. Neben Deutschen gab es vor allem einige Spanier, Engländer, Franzosen, Schweizer, Belgier und Italiener.
Tatsächlich erfuhren wir vom Hotel, dass die deutschen Besucher nur ein knappes Drittel aller Hotelgäste ausmachen. Den Löwenanteil aller Besucher bilden Spanier, und das gibts wirklich selten auf Mallorca.
Auch der Altersdurchschnitt war bunt gemischt. Nachdem wir in diesem Preissegment und der herbstlichen Zeit eher mit einer Mehrzahl Rentnern gerechnet hatten, waren wir von der Vielzahl junger Pärchen mit Vorschul-Kindern überrascht. Die schwimmbegeisterten Kleinen sorgten für fidele Abwechslung ohne einem zu lärmend auf die Nerven zu gehen und die Eltern machten eher den Eindruck, als ob sie in spielerische Konkurrenz gegeneinander treten wollten, wer denn jetzt die buntere Gummiente dabei hat.
Die Gäste im Porto Petro teilen sich in Kongressteilnehmer und Badegäste. Auch wenn man beim Frühstück an manchen Tagen den Wunsch verspürte, vielleicht doch besser aufgrund der Vielzahl der Leute seine Liege am Pool reservieren zu wollen, so täuscht dieser Eindruck und man bekommt vom Kongressbetrieb kaum was mit. Man hat am Pool und am Hotelstrand weiträumig Platz und das Beobachten der schicken Leute, die im Bisuiness-Look schwitzen müssen hat durchaus etwas Amüsantes, was einem das Eintauchen ins kühle Urlaubs-Nass umso mehr versüßt.
Essen und Trinken: Absolutes Highlight!!!
Ursprünglich buchten wir unsere Übernachtung nur mit Frühstück. Nachdem wir uns von der Qualität des Essens überzeugen konnten, buchten wir vor Ort die Halbpension dazu. Erst vor Ort wurde uns klar, warum das Angebot so hochpreisig ist. Bucht man mit Halb- oder Vollpension, sind nicht nur alle Softdrinks wie Säfte und Cola während des Essens inklusive, sondern auch eine gut ausgesuchte Auswahl an Hausweinen und Kaffees.
Alle Mahlzeiten werden in Buffetform angeboten, außer man entscheidet sich für eines der drei Restaurants, in denen man a la carte isst. Das Essen egal zu welcher Tageszeit ist qualitativ hochwertig, wird je nach Wunsch vom Koch frisch zubereitet, sodass man zusehen kann, und es gibt ein zusätzliches Wellness-Buffet, an dem man Leicht- und Vollwertsachen noch mal extra bekommt.
Frühstück im Ran de Mar
Das Frühstück wurde normalerweise im Buffet-Restaurant serviert. Hier startet man mit Blick aufs Meer und den Sonnenaufgang mit einem Frühstück, das keine Wünsche offen lässt. Die reiche Auswahl an Käse, Wurst und Fisch, Marmeladen, Cornflakes, Brot, Brötchen, Toast, Obst, Rühreier, Kuchen, frisch geprässte Säfte, Sekt... man isst hier nicht nur abends in mehreren Gängen.
Highlight sind sicher die Omelettes und Spiegeleier in jeglicher Art, die nach eigenen Wünschen frisch zubereitet werden. Ein unbedingtes Muss sind auch die Muffins und Croissants in verschiedensten Sorten. Super lecker!
Mittag- und Abendessen im Ran de Mar
Das Mittagessen haben wir wegen der Halbpension nicht selbst mitbekommen, soll aber nach Aussage einiger Mitgäste genauso reichhaltig und erstklassig sein wie das Buffet zum Abendessen im Buffetrestaurant. Abends hat man nochmal Gelegenheit zu wählen, ob man statt des Buffets a la carte in einem der untenbeschriebenen Retsaurants essen möchte.
Wollte man es mit simplen Worten ausdrücken... Das Abendessen war einfach der Hammer! Jedes mal aufs Neue entzückt, schlenderten wir erst mal genüßlich an allen Buffet-Gängen entlang, um uns schon im Vorfeld von den tollen Zutaten rein optisch in Vorfreude versetzen zu lassen. Bei den Vorspeisen stürzten wir uns zuerst immer auf die mit viel Knoblauch angemachten Garnelen, Scampi, Calamari und Babytintenfische, nicht zu vergessen die frischen Venus- und Miesmuscheln. Wir setzten ständig zu einem genussvollen Stöhnen an und auch an den Nachbartischen konnte man an Mimik und Gestik erkennen, wie toll das Essen ankam.
Natürlich gabs auch allerlei frische Salate zum selber zusammenstellen oder bereits lecker angemacht. Zum Hauptgang konnte man zwischen zwei Sorten Edel-Fisch und Fleisch (Lamm super zart, Rinderfilet spitzenklasse!) wählen und den Köchen beim frischen Zubereiten zuschauen. Zusätzlich gab es jedesmal eine vorbereitete Spezialiät wie Wachteln, Dorade im Salzmantel oder
Spanferkel, und die Beilagen waren auch für unterschiedliche Geschmäcker ausgelegt. Gott sei Dank gab es auch Pommes Frites oder Nudeln mit unterschiedlichen Soßen, was wohl nicht nur bei den Kleinen zur deftigeren Abwechslung gut ankam. Nochmal erwähnenswert ist die Auswahl an Tischweinen, die im Preis enthalten war. Auch wenn der Spruch vielleicht komisch klingt: Es hat sich gelohnt!
Im Nachhinein wissen wir gar nicht mehr, was am leckersten war. Es war einfach alles göttlich. Auch die Desserts: Neben frischem Obst und einer gut sortierten Auswahl an Käse, gab es alleine drei Sorten Eis mit mehreren Sorten Sirup und Streuseln zum Verzieren... und erst die kleinen Törtchen, Baisers, Pralinen und Kuchen! Zum reinknien... dazu noch der leckere Kaffee im Preis inklusive, einfach wow!
Die Restaurants und Bars
Es gibt insgesamt vier Restaurants: Ein Buffet-Restaurant, ein japanisches Spezialitätenrestaurant, einen Spanier und ein Gourmet-Restaurant. Bucht man Halb- oder Vollpension, hat man im Preis inklusive die Wahl neben dem Buffet-Restaurant abends spanisch oder japanisch zu essen. Für das Gourmet-Restaurant zahlt man nochmal 50% des Speisekarten-Preises dazu.
Buffet-Restauraunt Ran de Mar
Im Ran de Mar isst man in einem großen Restaurant, das sich entlang einer breiten Fensterfront mit Blick aufs Meer erstreckt. Leider kann man nicht wie im Galani oder Midori draußen auf einer Terrasse sitzen, doch das schmälert nicht den tollen Ausblick, den man von hier bis zum Leuchtturm am anderen Ende der Bucht hat.
Die Freundlichkeit und Achtsamkeit des Personals
kann im Großen und Ganzen ohne weiteres gelobt werden. Ist der Ansturm zum Abendessen noch nicht allzu stark, lassen die Kellner kaum eine Gelegenheit aus, mit Getränken nachzuschenken oder das benutzte Geschirr abzuräumen.
Etwas unangenehmer wurde es zu den Zeiten, in denen gleichzeitig mehrere Gäste da waren. Dann kam das Personal schon ganz schön ins Rotieren und die Schnelligkeit mit der gearbeitet werden musste hatte zur Folge, dass eine gewisse Hektik entstand, so dass auf Kaffeebestellungen lange gewartet, wir längere Zeit (zumindest einige Minuten) vor leeren Gläsern sitzen und voller Schrecken einmal ein leergeräumtes Dessertbuffet vorfanden, was erst durch Ansprechen einer der Kellnerinnen wieder gefüllt wurde.
Japanisches Spezialitätenrestaurant Midori
Einmal gönnten wir uns die Abwechslung, japanisch zu essen. Im ganz in rot und schwarz gehaltenen Midori kann man sowohl drinnen als auch draußen auf der Terrasse sitzen. Man
bestellt zuvor einen Tisch und isst dort im Preis inklusive a la carte.
Man hat für drei Gänge eine kleine aber wie wir fanden sehr feine Auswahl an Speisen, die lecker zubereitet wurden. Wir saßen mit gerade mal drei weiteren Gästen dort und wurden von einem sehr netten Kellner zuvorkommend bedient.
Erwähnen möchte ich noch, dass Japanisch essen nicht unbedingt Sushi, also rohen Fisch, bedeutet. Es gibt ganz normale asiatische Fleischgerichte mit Gemüse, Nudeln und Reis, die auf schönen Tellern serviert werden.
Spanisches Spezialitäten-Restaurant
Wir hatten uns sehr auf mallorcinische und spanische Spezialitäten gefreut. Leider war das spanische Freiluft-Restaurant zu unserer Zeit geschlossen. Die Temperaturen wurden abends schon zu kühl, um noch draußen sitzen zu können.
Gourmet-Restaurant Galani
Das Galani besticht durch seine schöne Einrichtung und die Terrasse draußen. Wir hatten zwei mal die Gelegenheit dort zu frühstücken, weil das Ran de Mar für das Frühstück einer
größeren Gruppe reserviert war. Die Sessel, in denen man dort sitzt, sind sehr bequem und das luxuriöse Ambiente wirkt sehr gediegen.
Auch wenn die Möglichkeit sehr vielversprechend klingt, in ein Gourmet-Restaurant gehen zu können, so schreckte anscheinend der 50% Aufschlag auf die Preise der Speisekarte ziemlich ab. Trotz erstklassiger Zutaten, die man vor dem Eingang auf der Menu-Karte finden konnte, sahen wir nie jemanden dort speisen. Vielleicht ist das Essen im Ran de Mar so gut, dass niemand dieses Extra-Bonbon braucht. Auch wenn man hier sicherlich seine Ruhe zum Genießen hätte... ins Tantris gehen wir lieber in München - nicht im Urlaub.
Die Bars und Poolbars
Die Getränke und Cocktails waren durchweg in Ordnung. Keine herausragenden Barkeeper-Leistungen, aber es schmeckte. Meistens waren wir abends alleine, vielleicht ist die Mehrheit der Gäste abends noch in den Ort rein oder musste die Kinder betreuen - für uns ist es ein Rätsel geblieben. Wir genossen jedenfalls abends noch recht gerne den Blick von der Terrasse der Bar Estels in den beleuchteten Hafen vor uns.
Nachdem wir an der Poolbar ein einziges mal katastrophale Snacks gegessen hatten (weiter unten bei den Pools beschrieben), blieben wir bei Getränken. Hier konnten wir wenigstens auf Nummer sicher gehen und der Kaffee war erste Klasse.
Spa und Wellness
Ins Spa fährt man am besten mit dem Buggie, liegt es doch am äußersten Rand des Geländes. Betritt man die Räume, kommt einem sofort der angenehm dezente Duft von Räucherstäbchen entgegen und es ertönen asiatische Klänge. Die Damen vor Ort weisen einen in die Benutzung ein und zeigen einem, wo es Handtücher, Bademäntel und -schuhe gibt. Bei den Umkleiden kann man sich zwischendurch noch mal einen der vielzähligen Tees aufbrühen oder Wasser vom bereitstehenden Spender nehmen. Alles ist sehr ästehtisch in warmen Farben gehalten und die überall aufgestellten Kerzen und Teelichter tun ihr Übriges, diese wunderschöne Atmosphäre zu unterstützen.
Leider sind wir erst in den letzten Tagen so richtig in den Genuss des Spa- und Wellness-Bereichs gekommen, was wir sehr bedauern. Die Sportmöglichkeiten, die hier geboten werden, sind in der Tat sehr umfangreich und hätten uns in Bezug auf die Kilos, die wir hier aufgrund des leckeren Essens zugelegt haben durchaus gut getan. Vom Aqua-Jogging übers Tai Chi zur normalen Gymnastik, es steht jeden Tag was auf dem Programm. Das Fitness-Center läßt sportbegeisterte Herzen höher schlagen. Mit ganz neuen, modernsten Geräten, die sich feinstufig verstellen lassen, macht das Training nochmal mehr Spass, und je nach Uhrzeit steht einem jeden Tag ein Fitness-Trainer zur Seite. So kleine Extras wie klimatisierte Räume, einzelne Bildschirme an jedem Ausdauergerät mit zugehörigem Kopfhörer, angenehm peppige Musik im Hintergrund und kostenloses Wasser, das per Spender bereit steht... einfach gut!
Neben dem Fitness-Center befindet sich hier noch ein beheiztes Hallenbad mit Sprudel- und Massagedüsen (durch die hohen Temperaturen eher zum Plantschen und Relaxen gedacht als zum richtigen Schwimmen), Jacuzzi und Sauna. Auch Frauenherzen dürfen höherschlagen. Der Friseur und das Beauty-Zentrum befinden sich ebenfalls hier.
Sehr angenehm ist auch die Gelegenheit nach draußen zu gehen und sich dort in einem speziellen Ruhebereich auf den Liegen in der Sonne zu entspannen. Von hier kann man auch gleich zum nahe gelegenen Pool weiter, an dem man durch seine Entfernung zur übrigen Anlage seine absolute Ruhe genießen kann.
Pools und Strände
Das Hotel bietet mit drei Pools (einer davon beheizt), einem (beheizten) Hallenbad und zwei schönen kleinen Strandbuchten genügend Gelegenheiten für Wasserratten jeder Art. Die Pools sind zwar nicht die allergrößten, werden aber durchaus auch den Wünschen sportlicherer Schwimmer gerecht, die gerne ihre Bahnen ziehen möchten. Durch die Anzahl der Pools und die räumliche Verteilung auf die Anlage (und in Relation dazu die wenigen Badegäste durch die vielen Seminarteilnehmer) war zu den Zeiten, in denen wir da waren kaum Betrieb im Wasser. Je nach Stimmung auf "mehr", weniger oder gar keinen Rummel, entschieden wir uns immer wieder anders und bekamen so genau das, wonach uns gerade der Sinn stand.
Auch wenn die beiden zum Hotel gehörigen Strandabschnitte der Öffentlichkeit zugänglich sind, ziehen wohl doch die meisten der um Porto Petro ansässigen Touristen zur nahe gelegenen Cala Mondrago, so dass man die kleinen Buchten schon fast als Privatstrände bezeichnen darf. Vor unserem Abflug träumten wir noch sehnsüchtig von weitläufigen Stränden und waren beim Anblick der Hotelfotos eher skeptisch, ob das, was da als Strand zu sehen war, uns überhaupt genügen würde. Nachdem wir einige der von den Reiseführern als Traumstrände Mallorcas
deklarierten Buchten aufgesucht hatten, entpuppten sich diese "Insider-Tips" mit den sich dort tummelnden Massen, dem Lärmpegel und der Geschäftemacherei für ins immer wieder zum reinsten Alptraum. So kam es, dass wir diese zwei lauschigen sauberen Buchten mit ihrem seichten Einstieg ins Wasser und den wenigen Leuten wirklich zu schätzen lernten.
Überall um die Pools und egal wo gerade geputzt wurde, waren gelbe Warnschilder aufgestellt, die man unbedingt ernst nehmen sollte. Der Boden wurde bei Nässe zu einer einzigen Spiegelfläche. Die Pools sind zwar mit breiten blauen Gummimatten umrandet, die aber auch nur ein Provisorium darstellen. Wir haben zwar nicht mitbekommen, dass jemand ausgerutscht ist, können uns aber gut vorstellen, dass dieses Eierlaufen für manch einen zu einer kleinen Zen-Übung im Langsamgehen ausarten kann.
Form und Anlage der Pools entsprechen nicht gerade den modernsten Standards, was natürlich Geschmacksache ist. Wir sind da einfach unkompliziertere Varianten gewöhnt, bei denen man langsam und flach ohne Geländer reingehen kann. Zwei der Pools bieten zwar Treppen zum Einstieg und alle sind behindertengerecht ausgestattet, aber da gibt es woanders chickere und sicherere Varianten.
Pool vor den Suiten
Will man seine Ruhe aber trotzdem nicht ganz alleine sein, legt man sich an den Pool in der Nähe der Rezeption. Hier hat man zwar keinen direkten Zugang zum Strand, dafür aber einen schönen Blick aufs offene Meer und die beiden schön angelegten Gebäude der Suiten. Ist man ca. 1,70 m groß, kann man an jeder Stelle im Wasser ganz bequem stehen. Für Sicherheit sorgt ein Rettungsschwimmer, bei dem man auch kostenlos Badetücher oder Spielsachen für Kinder (und Erwachsene) ausleihen kann. Erfrischungsgetränke und kleinere Snacks erhält man in der nahegelegenen Poolbar oder lässt sie sich vom Kellner einfach bringen.
Doch Vorsicht vor den Snacks an den Poolbars! Das Angebot des Hotels scheint ganz auf Vollpension ausgerichtet zu sein, und man rechnet scheinbar nicht mit dem Appetit der Gäste zwischendurch. Die Auswahl an kleinen Gerichten an der Poolbar war jedenfalls mehr als bescheiden. Zwar schmeckte das mit Serrano-Schinken belegte Baguette noch ganz o.k., doch vom Würstchen sollte man besser die Finger lassen. Das ganze wird in Kombination mit Sauerkraut und einer kleinen Portion Kartoffelchips serviert, die für unseren Geschmack schon ziemlich alt-lätschig waren und bei jeweils 12 Euro - also zusammen 24 Euro - verging uns dann schon fast von ganz alleine der Appetit.
Da kenne ich von anderen Hotels ganz andere Snacks an den Pool-Bars: Ist doch gerade Spanien mit seinen Inseln dafür bekannt, dass sie leckere Tappas zubereiten können. Warum gibts hier nicht kleine Fischgerichte, Krabben, Kartoffeln und sonstige typische Tapas?
Der mittlere Pool und die zentrale Strandbucht
Hier gab es des öfteren doch schon mal reges Treiben, macht dieser Platz doch das Zentrum der Anlage aus. Hier konnte man Kajaks
und Tretboote ausleihen oder einfach so ins flach abfallende Wasser der gepflegten Bucht gehen. Für genügend Schatten am Strand sorgte die in der Mitte stehende große Pinie und die ringsherum verteilten Sonnenschirme.
Man konnte sich hier ganz unkompliziert und mit genügend Abstand zu den andern einfach bequem mit dem Handtuch niederlassen oder eine der dortigen Liegen nutzen. Rettungsschwimmer hatten auch hier ihren Blick auf Bucht und Pool.
Der Pool in diesem Bereich wirkt tatsächlich etwas veraltet (hoher Beckenrand, Einstieg über Leitern) und erinnert an die Schwimmbecken einer überholten Generation. Er ist tiefer als die anderen beiden und man kann mit normaler Größe nicht mehr überall stehen.
Der Pool an der hinteren Bucht in der Nähe des Spa
Dieses kleine Plätzchen absoluter Ruhe haben wir erst spät für uns entdeckt. Die ersten Tage nutzen wir nur die beiden Pools in unserer Nähe, schreckte uns doch die Entfernung zu diesem hier immer etwas ab. Es lohnt sich jedoch, falls man gerade seine Ruhe haben möchte.
Man lässt sich einfach mit dem Buggie hierher bringen und genießt Stille! Niemand im und am Pool. Auch die zugehörige Bucht war entsprechend ungenutzt. Hier konnte man durch die Nähe zum Spa zuerst sporteln, saunieren und dann mit Blick aufs Meer am völlig leeren Pool relaxen. Genial!
Hallenbad im Spa
Das beheizte Hallenbad haben wir bereits mit einigen Worten zum Spa beschrieben. Regnet es draußen, kann man also auch bei schlechtem Wetter noch ein wenig plantschen, das ist dann aber auch im Sinne der Anlage. Das (sehr) warme Wasser ist nicht zum ausgiebigen Schwimmen gedacht, dafür kann man in Jacuzzi, Sauna und Schwimmbecken ausgiebig relaxen.
Sportmöglichkeiten im Freien
Neben den Gelegenheiten zum Schwimmen, die wir eben beschrieben haben, kommt noch ein umfangreiches Sportprogramm hinzu, das wir gar nicht komplett nutzen konnten. Wir hätten sicher einige Wochen hier verbringen können, ohne dass es uns langweilig geworden wäre. Es gibt zwei Paddleplätze, mehrere Tennisplätze, wahlweise mit Sand oder schnellem Belag, teilweise mit Flutlicht.
Man kann Fahrräder, Sachen zum Schnorcheln, Surfbretter, Kajaks, Tret- und Segelboote ausleihen. Auch das Beach-Volleyballfeld an der mittleren Strandbucht wurde während unserer Zeit dort gerne genutzt.
Kinder unter gutgeführter Obhut
Im Preis inbegriffen gibt es einen sogenannten Kids-Club, in dem sich Kinder jeden Alters wohl fühlen dürften. Für die ganz Kleinen gibts Spielplätze und Krabbelecken, für die Größeren sogar Computerspielzeug. Entweder die Eltern spielen hier mit ihren Kindern zusammen oder lassen diese einfach in Obhut des Betreuungspersonals.
In und um Porto Petro
Porto Petro ist ein kleiner Fischerort an der Ostküste Mallorcas, nordöstlich von Santanyi gelegen. Er wirkt durch seine bescheidene Größe und die wenigen Touristen, die man dort trifft vielleicht etwas verschlafen, bietet jedoch genügend Bars und Cafes entlang der kleinen Hafenpromenade, in denen man landestypische Spezialitäten genießen kann.
In unmittelbarer Nähe zum Hotel gelegen bekommt man in den kleinen Lädchen Dinge für den täglichen Bedarf. Es gibt wenige aber durchaus ansprechende Boutiquen, einige Tauchschulen und im Hafen kann man nicht nur essen, sondern auch zusätzliche Events buchen wie Wasserski oder Touren mit einem Glasbodenschiff.
Direkt von der Hafenpromenade aus kann man auf einem schönen Weg am Hotel und den beiden anderen Strandbuchten vorbei an der Küste entlang bis zum Leuchtturm laufen. Auch wenns nur ein kleiner verfallener Leuchtturm ist, ist es einer der wenigen, die man auf Mallorca tatsächlich direkt und ohne Absperrung erreichen kann und so eine herrliche Aussicht in die Buchten und aufs offene Meer hat.
Das Naturschutzgebiet der Cala Mondrago ist nur 3 km entfernt und gut mit Fahrrad oder Auto erreichbar. Gott sei Dank ist ein Großteil der ursprünglichen Pinienwälder auch direkt in und um das Hotelgelände und den Ort erhalten geblieben, sodass sich ein insgesamt grünes Panorama bietet.
Die Restaurants entlang der kleinen Hafenpromenade mögen sicherlich ihren Reiz haben. Die Straße, die zwischen den Tischreihen entlang führt sicherlich nicht. Immerhin hat man im Vergleich zu der Ruhe, die man im Hotel genießen kann, die Gelegenheit hier etwas mehr Treiben zu erleben.
Fazit
Wir hatten vor unserer Abreise recht konkrete Wünsche, von denen zum Schluss keiner offen blieb. Da wir Mallorca noch nicht kannten, unternahmen wir einige Touren entlang der Ostküste und erkundeten die dortigen Strände, was uns aufgrund der Massen, die wir überall antrafen ganz schön stresste. Jedesmal kamen wir wieder erleichtert im Hotel an und erholten uns durch die Ruhe, die wir hier fanden.
Im nachhinein könnten wir vielleicht sagen, wir hätten uns mehr Zeit gewünscht, um das Angebot im Hotel noch intensiver nutzen zu können. Wir reisten jedoch zutiefst mit dem Gefühl ab, nichts verpasst zu haben. Ganz im Gegenteil, das Gefühl rundherum zufrieden und erholt zu sein hält noch Tage danach an. Keine Übersättigung, keine Unzufriedenheit... eher eine Vorfreude auf mehr davon, falls wir wieder mal ans nahe Meer wollen.
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