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Marseille - die glitzernde Mittelmeermetropole

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Wie heißt die größte Stadt Frankreichs? Ein jeder weiß, dass dies mit Abstand Paris im Herzen Frankreichs ist. Aber welches ist die zweitgrößte Stadt des Landes? Darüber streiten sich die Franzosen vehement. Um die Gunst der Silbermedaille kämpfen Marseille und Lyon; Während die Stadt Lyon Marseille deutlich an Größe und Einwohnerzahl überragt, gewinnt Marseille das Rennen, wenn man das Umland und den gesamten Ballungsraum hinzunimmt. So ist es auch schwer zu sagen, wie viele Einwohner die Stadt Marseille hat; je nachdem wo man die Stadtgrenze zieht kommt man auf 900.000 bis 1.300.000. Marseille ist also eine Großstadt wie Köln oder München.

Karte von Marseille und Umgebung

Was für eine Stadt ist Marseille? Es gibt Leute, die lieben Marseille, andere hassen die Stadt; dazwischen gibt es nicht viele Abstufungen. Als ausländischer Tourist lernt man die Stadt selbstverständlich von einer ganz anderen Seite aus kennen als ein Franzose. Marseille hat in der Tat keinen guten Ruf in Frankreich. Marseille ist eine Hochburg des nationalen und internationalen Verbrechens. Die Stadtverwaltung von Marseille ist von Korruption erfüllt. In Marseille ist jeder fünfte arbeitslos, d.h. die Arbeitslosenquote liegt irgendwo bei 20%.

Marseille ist aber auch die Stadt, wo jeder dritte Einwohner nicht im Land selbst geboren sondern eingewandert ist. Wohl aus dem Grunde ist Marseille auch eine Hochburg der Rechtsradikalen in Frankreich. Es gibt zahlreiche Bestrebungen und Versprechen, die Stadt zu "befreien", d.h. die Einwanderer in die nördlich gelegenen Armenviertel zu verbannen. Dagegen stemmt sich eine Gegenbewegung, die mehr zur Toleranz aufruft.

Als Tourist bekommt man von all dem freilich wenig mit, es sei denn man hat das Pech, dass sein Auto aufgebrochen und ausgeraubt wird. Glücklich, wer ein Hotel mit eigener überwachter Tiefgarage hat.

Blick auf Marseille vom 162 m hohen Hügel der Basilika Notre Dame aus

Marseille ist aber selbstverständlich auch eine hoch interessante und sehenswerte Stadt; Alljährlich strömen mehr als 3 Millionen Touristen in die französische Mittelmeermetropole, freilich weniger um einen Badeurlaub zu machen als um die Stadt mit Flair und Geschichte zu besichtigen. Marseille ist nämlich auch noch die Stadt, wo morgens die Fischer am alten Hafen ihre Fänge verkaufen. Marseille ist auch die Stadt, wo man angeblich die beste Bouillabaisse (das ist die berühmte Fischsuppe) serviert bekommt. Und Marseille ist auch die Stadt, wo man abends gemütlich am alten Hafen entlang trödeln, gut essen und unterhalten werden kann.

In Marseille gibt es eine Menge berühmter Sehenswürdigkeiten. Vielleicht ist Marseille gerade deshalb bei Touristen so beliebt, weil man zahlreiche hoch interessante und zum Teil weltberühmte Sehenswürdigkeiten sehr nah beisammen findet. Vielleicht schätzen es auch viele Touristen, dass Marseille eine Großstadt ist, in der man sich so leicht zurechtfindet wie in einer Kleinstadt. Vielleicht aber strömen auch so viele Touristen alljährlich in die Mittelmeermetropole, weil die Stadt eine mehr als 2.500 Jahre alte Geschichte hat.

Geschichte der Stadt

Marseille kann in der Tat auf eine mehr als 2.500 Jahre alte Stadtgeschichte zurückblicken. Die Stadt wurde ca. 600 Jahre vor Christus von griechischen Kolonisten gegründet. Damit ist Marseille die älteste Stadt Frankreichs. Zu jener Zeit erstreckte sich die Stadt nur auf die Gebiete nördlich des Vieux Port. Als Hafenstadt gewann Marseille natürlich Bedeutung durch Handel.

Die Bedeutung und das Ansehen der Stadt schrumpften jedoch gewaltig, als Marseille von Caesar belagert wurde. Marseille wurde von Caesars Truppen zwar nicht zerstört, jedoch wurden benachbarte Städte unter der römischen Herrschaft mehr gefördert als Marseille. Der Handel konnte sich nicht so entwickeln wie in einigen anderen Mittelmeerstädten in Südfrankreich. Zur Zeit der Völkerwanderung und des Endes des Römischen Reiches musste Marseille zwar schwere Einschnitte im Handel verzeichnen, jedoch kam der Handel im Gegensatz zu anderen Städten nie vollständig zum Erliegen.

Vom frühen bis zum späten Mittelalter blieb Marseille eine sehr eigene und selbstwillige Stadt, die immer wieder für Unruhen sorgte. Zwischenzeitlich näherte sich die Stadt sogar Spanien an. Mehrere Male musste die Stadt von Frankreich unterworfen und besetzt werden. Bis ins 18. Jahrhundert hinein distanzierten sich die selbstbewussten Einwohner von Marseille immer wieder von der französichen Krone.

Das große Selbstbewusstsein gewannen die Bewohner von Marseille hauptsächlich durch den immer stärker blühenden Handel. Im 17. Jahrhundert wurde Marseille zu einer richtigen Handelsmacht. Die Stadt wuchs in alle Richtungen. Im Hafen wurden sowohl Waren aus dem Orient als auch Güter aus der Karibik umgeschlagen. Ein Schiff, das im Jahre 1720 im Hafen von Marseille anlegte, brachte der 100.000 Einwohner-Stadt die Pest, welche mehr als 50.000 Menschenleben forderte; Gegen Ende des 18. Jahrhunderts hatte Marseille bereits wieder mehr als 100.000 Einwohner. Der Hafen der Stadt war der größte in Frankreich und einer der Größten in Europa überhaupt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Marseille von deutschen Truppen besetzt. Der Januar 1943 sollte zu einem rabenschwarzen Monat in der Stadtgeschichte werden: Die deutsche Armee evakuierte das komplette Hafenviertel und sprengte sämtliche Gebäude nieder, um flüchtigen Juden das Untergrundleben zu erschweren. Über 30.000 Menschen wurden von heute auf morgen obdachlos. Anstelle der alten Gebäude wurden später unansehnliche Betonbauten hingestellt. Deshalb wirkt die Nordseite des alten Hafens auf den Besucher eher abweisend.

Hotels in Marseille

Selbstverständlich gibt es in der Großstadt Marseille eine riesige Anzahl von Hotels aller Klassen. 3 Millionen Touristen müssen alljährlich schließlich irgendwo untergebracht werden, wobei ein nicht zu unterschätzender Teil mit Kreuzfahrtschiffen in die Stadt kommt und so sein Zimmer gleich mitbringt.

Was mir in Marseille äußerst positiv aufgefallen ist, ist die ausgezeichnete Beschilderung von Hotels. Wer nicht gerade in einem Hinterhofhotel übernachtet, findet sein Hotel sehr leicht, da man schon weit vor dem Hotel Hinweisschilder auf der Straße findet.

Obwohl Marseille eigentlich eine Großstadt wie München oder Köln ist, kann man in der Stadt relativ preisgünstig übernachten, ohne gleich weit außerhalb absteigen zu müssen; Natürlich gibt es in Marseille First Class Hotels, die man mit einem normalen Einkommen nicht bezahlen kann. Ein gutes Mittelklassehotel ist jedoch um gut 30-50% günstiger als in anderen Metropolen Südfrankreichs wie Nizza oder Cannes.

Wir haben im Hotel Mercure übernachtet, welches sich nur wenige Hundert Meter von der Quai des Belges, direkt am Centre Bourse befindet. Die Zimmer waren sehr komfortabel ausgestattet; das Hotel hat einen eigenen abgesperrten Bereich in der rießigen Tiefgarage des Centre Bourse. Da ich außerdem im achten Stockwerk wohnte, war der alltägliche Blick über die Stadt im Preis schon inbegriffen!

Reiseführer über die Stadt Marseille

Marseille ist eine Großstadt mit rund einer Million Einwohner. Obwohl die Stadt eine Menge Sehenswürdigkeiten bietet, steht sie großen Metropolen wie Paris, New York City, London oder Rom natürlich um einiges zurück. Während man in den echten Metropolen der Welt Wochen verbringen und immer wieder etwas Neues entdecken kann, ist Marseille eine Stadt, die man in ein paar Tagen besichtigt. Deshalb macht es auch keinen Sinn, einen kompletten Reiseführer nur über Marseille herauszubringen.

So sind Reiseinformationen über Marseille in Reiseführern über die Provence enthalten. Leider ist vielen Reiseführern Marseille nur ein paar Seiten wert. Wer jedoch ausführliche Infos über die Stadt, die einzelnen Sehenswürdigkeiten, Hotels etc. möchte, dem empfehle ich den Reiseführer über die Provence und Côte d'Azur von Ralf Nestmeyer.

In diesem fantastischen Reiseführer findet man mehr als 30 Seiten Information über die französische Mittelmeermetropole. Die Geschichte der Stadt wird ausführlichst beschrieben. Karten gibt es sowohl von der Innenstadt als auch vom Umland. Alle Sehenswürdigkeiten, sei dies der Vieux Port, ein Museum oder eine Kirche, sind ausführlich beschrieben, zumeist mit historischem Background; Ein Museum ist nicht nur beschrieben, sondern man erfährt auch die Öffnungszeiten, die Eintrittspreise oder Freier-Eintritt-Tage.

Ralf Nestmeyer liefert auch alle wichtigen Informationen, seien dies interessante Internet-Adressen, Telefonnummern in der Stadt oder Tarife der öffentlichen Verkehrsmittel. Zahlreiche Hoteltipps mit Preisen und Telefonnummern sowie Restaurant-Empfehlungen runden das sehr gute Kapitel über Marseille ab.

Den Reiseführer kann man direkt beim Verlag versandkostenfrei bestellen und wenn einem der Reiseführer doch nicht gefallen sollte, kann man ihn wieder zurückschicken.

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