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Schiffsreise mit der Hurtigruten - Tag 1

Flug von München nach Bergen, Übernachtung in Bergen

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Kurz vor 9 Uhr starten wir mit Andreas zum Flughafen, Terminal 2. Erst stehen wir am falschen Schalter, dann geht's aber ganz schnell mit dem Einchecken. Ich wechsle noch schnell einige Euro in norwegische Kronen und nach einem kleinen Erkundungsgang durch das Terminal begeben wir uns zur Sicherheitskontrolle. Lästig aber notwendig. Beim mir geht alles glatt, nicht mal der Gürtel verursacht ein Piepsen. Bei Rita ist das schwieriger, irgendwo ist da immer noch ein Stück Metall. Auch die Bügel im BH werden genauestens kontrolliert. Aber wir schaffen es. Dann das übliche Warten bis die Maschine bereit ist. Mit dem Bus geht's aufs Vorfeld, da steht eine moderne A320-400.

Kurz nach 11 Uhr heben wir ab. Das Wetter ist toll, anfangs ist der Steigflug etwas holprig, aber über den Wolken gleitet der Vogel wie auf Schienen nach Oslo. Bei der Lufthansa gibt es sogar noch einen Rest von Service: Zum Mittagessen haben wir die Wahl zwischen zwei Sandwiches! Putenschinken oder Käse, wir nehmen je eines, und weil zu guter Letzt noch welche übrig waren bekommen wir noch ein drittes. So gut sollte es uns später nicht mehr gehen!

Gegen 13 Uhr sind wir in Oslo-Gardermoen. Ein sehr modernes Terminal, weitläufig, macht ja nichts nach dem langen Sitzen. Wir holen die Koffer vom Band, denn wir sind jetzt im Zoll-Ausland. Durch den Zoll kommen wir ohne Stopp, die sind scheinbar beim Mittagessen. Dann wieder einchecken bei Scandinavian Airlines. Erledigt. Im ganzen Flughafen laufen Dutzende von Serviceleuten herum und verteilen die wichtigen Plastiktüten für die Flüssigkeiten im Handgepäck. Rita nimmt auch eine, verstaut brav ihre Kosmetikfläschchen drin, und dann interessiert sich keiner dafür! So ein Quatsch.

Gegen 14:30 Uhr rollen wir los und heben ab in Richtung Westen nach Bergen. Bald erkennen wir die ersten Schneefelder die dann in eine geschlossene Schneedecke über dem westlichen Bergland übergehen. Rita ahnt zum ersten Mal, dass meine Bedenken bezüglich Wärme und Kälte vielleicht doch berechtigt waren: Da unten herrscht ja noch Winter! Je näher wir allerdings dem Nordatlantik kommen, die ersten Fjorde liegen unter uns, desto grüner wird es wieder. Der Anflug auf Bergen von Süden geht über hunderte von kleinen Inseln, die Schären, man erkennt viele Straßen und Brücken und bald auch die bunten Häuser, die so typisch für Skandinavien sind. Ein richtiger Fleckerlteppich breitet sich unter uns aus. Dann rumpelt es, wir sind unten. Halb Vier Uhr.

Wir schnappen uns die Koffer und versuchen der Dame von Hurtigruten zu folgen. Der Bus zur Fahrt in die Innenstadt steht schon bereit. Es zieht sich ganz schön, ich höre etwas von 20 km, und es ist abendlicher Berufsverkehr. Gelegentlich gibt es eine extra Busspur, dann geht's schneller, ansonsten Staus wie bei uns in München. Aber man sieht etwas: Troldhaugen, da geht's zum Haus von Edvard Grieg, dann das Schloss der norwegischen Königsfamilie, dann ein langes niedriges Gebäude: die Reeperbahn der Bergener! Hier wurden mal Seile und Taue hergestellt. Durch den Stadttunnel, an der Uni vorbei und wir sind am Hurtigruten-Terminal an dem die ersten Passagiere aussteigen. Wir fahren noch eine Station weiter zum Hotel "Neptun" in dem wir eine Nacht verbringen werden. Wir möchten uns Bergen noch mal ansehen, da sind vom letzten Aufenthalt noch einige Sachen offen geblieben. Wir bekommen ein abgelegenes kleines Zimmer, sehr ruhig, sauber, alles O.K.

Das Nötigste ist schnell ausgepackt und wir machen uns auf die Socken, denn das Wetter ist gut, was in Bergen nicht alltäglich ist. Nach ein paar Schritten sind wir schon am Hafen und gehen hinüber zu den alten Holzhäusern der Hanse-Brygge. Dann weiter in Richtung Dom. Dort finden wir ein kleines Lokal in dem wir uns eine Fischsuppe gönnen. Das Bier ist kaum genießbar, zu kalt und zu teuer. Vom Hotel aus suchen wir uns noch den kürzesten Weg zum Terminal, denn wir möchten mit unseren Koffern zu Fuß dorthin. Es ist auch kein Problem, kurz über den Berg drüber, noch gute 200 m und dann ist man schon am Hafen. Das spart uns 150 Kronen, über 20 Euro Transferkosten. Vom Höhenrücken der Altstadt aus beobachten wir kurz nach 20 Uhr das Auslaufen der "MS Lyngen", und freuen uns auf morgen, denn dann sind wir auch dabei!

Wir sind saumüde und steigen zur Entspannung in die Badewanne. Es ist halb zehn Uhr Abends, draußen immer noch taghell, aber wir hauen uns in die Falle und schlummern tief und fest!

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