Weitere Infos für einen Urlaub auf Gran Canaria
Auf dieser Seite stelle ich weitere Infos über Gran Canaria sowie Tipps und Hinweise für einen angenehmen Urlaub auf der Kanareninsel zusammen. Auch bin ich dankbar für jeden, der mir weitere Tipps per e-mail zuschickt.
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Tipps für einen angenehmen Urlaub auf Gran Canaria
Reisezeit im Sommer
Wer in den Sommermonaten nach Gran Canaria fliegt wird mit nahezu permanentem Sonnenschein und kaum Regentagen verwöhnt. Die Temperaturen bleiben tagsüber zumeist angenehm unter 30°C, fallen jedoch nachts nur selten unter 22°C ab. Man kann also abends in kurzen Hosen und T-Shirt ausgehen auch wenn es spät wird. Da sich Hotelzimmer und Appartments tagsüber stark aufheizen, sollte man speziell in den Sommermonaten unbedingt auf das Vorhandensein einer Klimaanlage achten, denn bei 25°C Zimmertemperatur oder mehr und einer hohen Luftfeuchtigkeit fällt das Einschlafen sehr schwer, auch wenn man noch so müde ist. Die meisten Hotelzimmer haben genau ein Fenster bzw. eine Balkontüre, so dass sich auch beim Lüften die Luft im Zimmer kaum bewegt.
Reisezeit im Winter
Gran Canaria ist ein beliebtes Urlaubsziel kältegeplagter Europäer im Winter. Zumeist sind die Temperaturen in den Wintermonaten angenehm bei etwas mehr als 20°C. Im Winter ziehen jedoch zahlreiche Wolkenbänder über die Insel. Solange die Sonne scheint reichen 20°C oder ein paar Grad mehr völlig aus, um am Pool oder am Strand ins Schwitzen zu kommen. Wird die Sonne durch dicke Wolken verdeckt wird es gleich etwas frisch. Im Winter gibt es auch Regentage, es kann sogar eine Woche am Stück regnen.
Viele Hotelzimmer und Appartments haben zwar eine Klimaanlage aber keine Heizung. Die Temperaturen in einem Zimmer können im Winter gut und gerne unter 20°C fallen. Deshalb sollte man auf jeden Fall warme Kleidung mitnehmen, auch wenn man natürlich hofft sie nicht zu gebrauchen. Viele Hotelzimmer blicken jedoch nach Süden oder Westen, so dass sich die Zimmer selbst im Winter auf über 25°C aufheizen; dann freut man sich, wenn man eine Klimaanlage hat und die Luft vor dem Schlafengehen etwas runterkühlen kann.
Im Süden ist das Wetter deutlich besser als im Norden
Wer meint, dass das Wetter auf einer kleinen insel wie Gran Canaria überall gleich ist, irrt gewaltig. Besonders in den Wintermonaten herrschen zwischen dem Nordosten und dem Südwesten der Insel gravierende Wetterunterschiede, die man durch eine einfache Inselrundfahrt live erleben kann. Die Wolken des Nordostpassates stauen sich im Nordosten an den Berghängen und sorgen für kühles feuchtes Wetter mit Niederschlägen. Dank des Föhn-Effektes kommen im Südwesten warme Luftmassen von den Bergkämmen her, so dass man zumeist sonniges warmes Wetter hat.
Vorsicht also vor Schnäppchenangeboten für Hotels, Appartments und Finkas im Nordosten der Insel in den Wintermonaten. Das bedeutet fast garantiert ein Leben auf der Schattenseite. Für einheimische Inselbewohner aus der Hauptstadt oder den großen Städten im Nordosten der Insel ist die Konsequenz ganz einfach: am Wochenende in den Südwesten zum Baden und Ausgehen fahren.
Wenn es regnet oder der Himmel wolkenbehangen ist...
Während für einen Insel-Einheimischen ein Regentag etwas Angenehmes ist kommt bei vielen Badetouristen schnell Langeweile und Frust auf. Aber das muss nicht sein! Eines habe ich auf den Kanareninseln gelernt: Wenn es regnet, wo ich gerade bin, heißt das noch lange nicht, dass es auf der ganzen Insel regnet. Oftmals regnet es auf der einen Seite eines Berges und auf der anderen scheint die Sonne (ganz extrem auf den Inseln mit hohen Bergen La Palma, Teneriffa und Gran Canaria).
Wenn es in seinem Urlaubsort also regnet oder der Himmel bewölkt ist, sollte man sich einfach seinen Mietwagen nehmen und die Insel etwas abklappern. Einfacher geht's natürlich, wenn man bei der Rezeption im Hotel nach dem Wetter auf der Insel nachfragt. Die Angestellten selbst wohnen zum Teil auf der Insel verstreut und können die besten Wetterberichte abgeben.
Fahrt auf den höchsten Berg Pico de las Nieves
Die Fahrt auf den fast 2000 m hohen Gipfel Pico de las Nieves gehört zum absoluten Pflichtprogramm eines Gran Canaria Besuchers. Die fantastischen Ausblicke auf die Insel und hinüber nach Teneriffa sind einfach unbeschreiblich. Dennoch vergessen viele Besucher der höchsten Gipfel Gran Canarias, dass die Temperaturen in den Bergen deutlich niedriger ist als am Meer. Beträgt die Lufttemperatur am Strand zum Beispiel 25°C dann herrschen in knapp 2000 m Höhe nur noch 10-15°C. Kommt dazu noch der typisch starke Föhn-Wind, fühlt man schnell Temperaturen im einstelligen Bereich.
Wer sich also guten Mutes vom Strand aus in kurzen Hosen und im T-Shirt in Richtung Berge auf den Weg macht kann beim Aussteigen aus dem Auto leicht einen kleinen Kälteschock erleiden. Aus einer einstündigen Wanderung auf den Roque Nublo oder den Roque Bentayga wird dann nichts, da man schon auf dem Parkplatz friert. Also, wer sich auf einen Ausflug in die Berge begibt sollte unbedingt eine lange Hose, eine Jacke und natürlich auch stabiles Schuhwerk anziehen.
Reklamationen, Beschwerden
Wenn der Fisch im Restaurant mehr kostet als auf der Speisekarte steht, wenn das Hotelzimmer keinen Haartrockner hat wie versprochen oder wenn im Mietwagen der Tank nicht voll ist, dann sollte man dies auf keinen Fall einfach hinnehmen sondern sollte seinen Frust niederschreiben. Jedes Restaurant, Hotel und jede Autovermietung muss ein Beschwerdebuch führen, das auf Verlangen dem Gast auszuhändigen ist. Als Gast oder Kunde verlangt man einfach das Libro de reclamacionces bzw. die Beschwerdeblätter Hojas de reclamaciones und schreibt sein Problem in seiner Muttersprache nieder.
Jedes Beschwerdeblatt hat eine Aktennummer und muss vom jeweiligen Betrieb an die Tourismusbehörde weitergeleitet werden, wo jede Reklamation bearbeitet werden muss. Kommen gewisse Vorfälle öfters vor, droht dem jeweiligen Unternehmen der Lizenzentzug. Für einen Gastrom oder Autovermieter ist es das Schlimmste, was passieren kann, wenn ein Kunde nach dem Beschwerdebuch verlangt. Meist genügt nur die Anfrage nach dem Libro de reclamaciones und das Problem wird unbürokratisch zu Gunsten des Kunden gelöst.
Der richtige Platz im Flugzeug
Die Flugzeuge, die aus dem Norden kommen, fliegen Gran Canaria in der Regel auf der Ostseite an. Wer einen Fensterplatz auf der rechten Seite im Flugzeug hat, wird bereits vor dem Anflug auf Gran Canaria mit einem atemberaubenden Blick auf die Nachbarinsel Teneriffa belohnt. Der Teide hebt sich majestätisch aus den Passatwolken empor. Beim direkten Anflug auf Gran Canaria hat man dann einen schönen Blick auf die Hauptstadt Las Palmas.
Beim Rückflug ist die Sache genau umgekehrt. Wer einen Fensterplatz auf der linken Seite hat, kann beim Starten des Flugzeuges (normalerweise in nördlicher Richtung) direkt auf den Nordosten Gran Canarias hinunterblicken und genießt dann beim Durchstoßen der Wolkendecke einen phantastischen Blick auf den Teide der Nachbarinsel Teneriffa.
Ärzte und Apotheken
Die medizinische Versorgung auf Gran Canaria ist sehr gut, nicht zuletzt weil sich zahlreiche deutsche oder englische Ärzte ihren Traum vom Arbeiten auf einer Sonneninsel wahr gemacht haben. Die Ärzte stehen in starkem Wettbewerb untereinander. Auch viele einheimische Ärzte werben um die Gunst der Touristen, indem sie entweder selbst deutsch oder englisch sprechen oder entsprechende mehrsprachige Arzthelferinnen angestellt haben. Viele Luxushotels haben auch einen eigenen Arzt im Hotel bzw. ein Sprechzimmer, in das mehrere Male pro Woche ein Arzt kommt.
Ein Arztbesuch auf Gran Canaria ist jedoch ein teurer Spaß; hier langen die Ärzte kräftig zu. Und bezahlt wird immer Cash. Nach einem Arztbesuch sollte man sich unbedingt eine Rechnung ausstellen lassen, die man nach seinem Urlaub in Deutschland bei seiner Krankenkasse einreichen kann. In den großen Touristenzentren gibt es auch eine oder mehrere Apotheken, die viele Medikamente teilweise ohne Rezept verkaufen. Oft genügt bei einer Beschwerde ein Gespräch mit einem Apotheker um das richtige Medikament zu bekommen, ein teurer Arztbesuch ist nicht immer notwendig.
Kunsthandwerkliche Souvenirs
Das einheimische Kunsthandwerk, das eigentlich schon fast ausgestorben war, erlebt seit dem Massentourismus eine neue Blüte. Zahlreiche Touristen decken sich mit Souvenirs auf der Insel ein, ehe sie die Heimreise antreten. Souvenirläden gibt es zu Hunderten auf der Insel. In jeder Touristenstadt und bei jeder Sehenswürdigkeit wird in Souvenir-Shops alles von der Postkarte bis zum Keramik-Töpfchen verkauft. Aber Vorsicht: Längst haben die Händler entdeckt, dass es günstiger ist, billige Immitationen aus dem fernen Osten zu verkaufen als einheimische Ware. Originale einheimische Produkte erhält man am Besten in den kleinen Dörfchen im Inselinneren, wo das Handwerk wirklich praktiziert wird.
Vorsicht vor dem Zoll!
Die Kanarischen Inseln gehören zu Spanien, und Spanien gehört zur EU. Dennoch bilden die Kanarischen Inseln eine Freihandelszone, so dass man als Urlauber nicht wie in anderen Staaten der Europäischen Union beliebig viel einkaufen und ins Heimatland importieren darf. Viele Urlauber erfahren davon erst, wenn sie völlig überraschend in eine Zollkontrolle gelangen. Für die Einfuhr gelten die gleichen Regeln wie für Nicht-EU-Länder, also zum Beispiel maximal 200 Zigaretten oder 1 Liter hochprozentigen Alkohol.
Wahl des Reiseveranstalters
Auf Gran Canaria herrscht ein richtiger Massentourismus; das merkt man schon am Flughafen, wenn eine Maschine nach der anderen landet und jeweils Hunderte von Touristen ablädt. Einer der größten Reiseveranstalter ist TUI, mit dem auch ich geflogen bin. Der Nachteil eines so großen Reiseveranstalters wurde mir jeweils beim Transfer zum und vom Hotel erkennbar: Am Flughafen steigt man in einen Omnibus mit Zig anderen Touristen und wird dann zu seinem Hotel gebracht. Der Bus hält dann an zahlreichen Hotels und lädt immer einige andere Urlauber ab. Unsere Busfahrt vom und zum Hotel hat jeweils sehr sehr lange gedauert, da wir viele Zwischenstopps eingelegt haben.
Auf andere Kanareninseln bin ich zum Teil mit kleineren Reiseveranstaltern geflogen; da wurde man mit Kleinbussen oder gar Taxis transportiert. Die Wartezeit am Flughafen auf den Bus war deutlich geringer, es gab maximal 1-2 Zwischenstopps an anderen Hotels und die Busse fuhren auch deutlich schneller.
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